Wissensinsel IV - Wasser weltweit

Sterbende Seen

Aralsee - früher und heute
Tschad-See - früher und heute

Falscher Umgang mit Wasser kann auch katastrophale Auswirkungen auf das Land haben. Ein erschreckendes Beispiel ist der Aralsee, einst ein Binnenmeer von der Größe Bayerns. Die Katastrophe begann, als die Regierung der Sowjetunion beschloss, große Baumwollkulturen und Reisfelder anzulegen und sie mit dem Wasser der Flüsse, die den Aralsee speisten, zu bewässern. Seitdem dringt kaum noch ein Tropfen bis zu den Mündungen vor. Folge: Der Aralsee trocknet aus. Bis heute ist er fast um die Hälfte kleiner geworden; ein Flächenverlust, so groß wie Belgien, mit erschreckenden Folgen für Menschen, Pflanzen und Tiere der Region...

Der Tschad-See war vor 6.000 Jahren noch das größte Süßwasserreservoir Afrikas und hatte eine Ausdehnung von mehr als 340.000 km². Seitdem
ist er ständig kleiner geworden und droht allmählich von der Landkarte zu verschwinden. Satellitenaufnahmen zeigen, dass die Veränderungen vor
allem in den letzten Jahrzehnten dramatisch fortschritten. Zwischen 1953 und 2006 ist die Wasserfläche von 30.000 km² auf knapp 1.000 km² in Trockenzeiten geschrumpft! Klimaänderungen und landwirtschaftliche Bewässerung haben den natürlichen Alterungsprozess des Tschad-Sees dramatisch beschleunigt.

 

Die Ausstellungstafeln:

Aralsee 1
Tafel IV/13
Aralsee 2
Tafel IV/14
Tschadsee 1
Tafel IV/15
Tschadsee 2
Tafel IV/16